Erschienen in: innovative Verwaltung

Autoren: zfm-Geschäftsführer Edmund Mastiaux und zfm-Beraterin Julia Schwick

Fachkräftemangel und steigende Erwartungen von Bewerbenden erhöhen den Anspruch an die Professionalität und Fairness von Auswahlverfahren. Digitale Tools können dazu beitragen, den Prozess strukturierter und transparenter zu machen – und damit die Qualität der Personalauswahl zu steigern.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sind allgegenwärtig. Im Personalbereich zeigt sich jedoch noch häufig eine gewisse Technikresistenz: Bewerbungen werden in Excel verwaltet, Gesprächsnotizen handschriftlich festgehalten und systematische Übersichten zur kompetenzbasierten Personalentwicklung fehlen. Dabei liegen gerade im Recruiting und in der Personalentwicklung erhebliche Potenziale, Prozesse durch digitale Systeme nicht nur effizienter, sondern auch qualitativ hochwertiger zu gestalten.

In Zeiten sinkender Bewerbungszahlen gewinnt die Qualität von Auswahlverfahren an Bedeutung. Bewerbende erwarten transparente, objektive und faire Prozesse – ein professionell gestaltetes Verfahren wirkt sich positiv auf die Arbeitgeberattraktivität aus. Zugleich zählt im Fachkräftemangel jede erfolgreiche Einstellung. Digitale Tools können hier unterstützen, Auswahl und Entwicklung von Fach- und Führungskräften systematisch und nachvollziehbar zu machen.

Klares Anforderungsprofil ist Grundlage

Grundlage eines validen, fairen und rechtssicheren Auswahlprozesses ist ein klares Anforderungsprofil, idealerweise auf Basis eines Kompetenzmodells. Dabei geht es nicht nur darum, relevante Kompetenzen zu benennen, sondern auch die erforderlichen Ausprägungsgrade festzulegen. Digitale Systeme ermöglichen es, Anforderungsprofile passgenau zu erstellen, zu speichern und für unterschiedliche Verfahren anzupassen. Die Soll-Profile können dann den Kompetenzbewertungen der Kandidat:innen strukturiert gegenübergestellt werden.

Die Überprüfung der Kompetenzen erfolgt im Rahmen strukturierter Auswahlverfahren häufig mithilfe eines multimodalen Ansatzes, etwa durch Interviews, Rollenspiele, Präsentationen, Persönlichkeitsfragebögen oder Tests. Entscheidend ist, dass alle Kandidat:innen mit denselben Anforderungen konfrontiert werden. Digitale Tools unterstützen hierbei durch standardisierte Vorlagen, Erwartungshorizonte und eine einheitliche Dokumentation.

Zudem lassen sich die Verfahren anhand von Kennzahlen systematisch evaluieren und weiterentwickeln.

Ein zentrales Element strukturierter Verfahren ist die objektive Bewertung anhand verhaltensverankerter Skalen. Digitale Lösungen erleichtern die Beurteilungen, indem konkrete Verhaltensbeispiele hinterlegt und Bewertungen automatisch zusammengeführt werden. Das reduziert Fehlerquellen und erhöht die Transparenz. Zudem erlauben differenzierte Rollen- und Rechtekonzepte eine klare Steuerung des Bewertungsprozesses.

Nicht zuletzt ermöglichen kompetenzbasierte Bewertungen, Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen. Da Anforderungen und Kandidat:innen selten perfekt zusammenpassen, bilden die kompetenzbasierten Bewertungen eine wertvolle Grundlage für gezielte Personalentwicklung. Eine durchgängige digitale Dokumentation trägt zudem zur Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit der Verfahren bei.

Servicehinweis:

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