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Mit der Zeit gehen – Nutzen Sie Businessplattformen zur Gewinnung von Fachkräften

Die Megatrends Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Wertewandel und Digitalisierung der Arbeitswelt wirken sich auch auf das Personal-Recruiting im öffentlichen Sektor aus. Das „Matching“ zwischen Kandidat und Arbeitgeber gewinnt an Bedeutung auf beiden Seiten.

Die große Chance durch den Einsatz von Automatisierung, Big Data und Social Recruiting liegt in der Erleichterung der Kandidatensuche und -auswahl. Sie eröffnen neue Möglichkeiten: Nicht nur die Ansprache von Kandidaten erfolgt digital, auch die Vorauswahl der Bewerbungseingänge, Assessment-Center und die Erstellung von Persönlichkeitstests werden heute schon online durchgeführt. Selbst Erstgespräche mit geeigneten Bewerben erfolgen immer häufiger via Webcam. In diesem Bereich muss die öffentliche Verwaltung sicherlich noch umdenken, die Berührungsängste verlieren und die Digitalisierung forcieren. Mittelfristig führt kein Weg daran vorbei, dass Kommunen wie Unternehmen agieren müssen.

Für das Social Recruiting eignen sich vor allem Business-Portale. So nutzen Bewerber heute ganz selbstverständlich Plattformen wie Xing, Linkedin und Experteer, um ihre Karriere voranzutreiben und sich von Recruitern finden zu lassen. Der Fachkräftemangel forciert dieses Vorgehen von Talenten, die sich lieber finden lassen, als dass sie selbst zeitintensiv nach einer neuen Position Ausschau halten.

Aber auch für Personaler haben diese Plattformen enorme Vorteile. Sie ermöglichen ihnen auf eine von den Nutzern selbst gepflegte und damit aktuelle und unübertroffen große Datenbank zurückzugreifen. Für die Wahl der richtigen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Kommunen sich im Vorfeld einige Gedanken über ihre Social-Recruiting-Strategie macht. Zunächst ist es wichtig, zu wissen, wen sie finden möchten. Dies entscheidet über die Auswahl der Plattform, auf der die Kandidaten gesucht werden. So findet man zum Beispiel auf Xing überwiegend Kandidaten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, während man bei Linkedin auf einen internationalen Kandidatenkreis zugreifen kann.

Das Netz bietet Kommunen die Möglichkeit, sich als potenzieller Arbeitgeber zu präsentieren. Damit dies gelingt, gilt es eine eigene Marketingstrategie mit einheitlichem Erscheinungsbild, Kommunikationsstil und abgestimmten Inhalten zu entwickeln. Lebendige und authentische Inhalte, mit Bildern und Videos unterstützt, erwecken im Netz mehr Aufmerksamkeit. Aber die Inhalte sind genau zu planen. Es ist daher ratsam, einen Redaktionsplan zu erstellen.

Wachsende Bedeutung kommt den eigenen Internetseiten und den Business-Plattformen wie Xing, Linkedin und Experteer zu. Auf der eigenen Internetseite haben Kommunen die Chance über vorherige Assessement-Center oder IT-Lösungen die Bewerbungen so zu filtern, dass nur die interessantesten Kandidaten einer Detailprüfung bedürfen. Facebook, Twitter, Google+ oder auch ein Blog eignen sich weniger für die konkrete Mitarbeitersuche, sondern viel mehr für ein Employer Branding, um sich als attraktiver Arbeitgeber langfristig einen guten Ruf aufzubauen.

 

Erschienen in: der gemeinderat 2/16

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AUTOR/-IN
Claudia Weiler
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