Am 12.11.2025 ist die Studie „Flexible Zielgrößen als Governance-Innovation – Frauen in 2. und 3. Führungsebene öffentlicher Unternehmen und Wege für HR-IT-Governance“ (Flex-Gov-Studie 2025)“ vom Lehrstuhl für Public Management & Public Policy der Zeppelin Universität Friedrichshafen (unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Papenfuß) erschienen.
zfm ist fördernder Kooperationspartner dieser Studie.
Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen auf Führungspositionen bleibt ein zentrales Anliegen öffentlicher Unternehmen.
Als Personalberatung mit Spezialisierung auf den öffentlichen Sektor verfolgen wir mit besonderem Augenmerk die Entwicklung der Frauenrepräsentation auf der 2. und 3. Führungsebene. Wissenschaftlich fundierte Studien sind dabei von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund begleiten und fördern wir seit mehreren Jahren die Flex-Gov-Studien.
Die Flex-Gov-Studie 2025 liefert aktuelle empirische Erkenntnisse zu den Zielgrößen für Frauenanteile auf diesen Führungsebenen und zeigt sowohl Fortschritte als auch Handlungsbedarf auf. Besonders deutlich wird: Flexible Zielgrößen sind mehr als ein regulatorisches Instrument – sie sind eine Governance-Innovation, die strategische Personalplanung und Talententwicklung miteinander verknüpfen kann. Gleichzeitig offenbart die Studie weiterhin Transparenzdefizite und ungenutzte Potenziale.
Die aktuellen Zahlen
Im Geschäftsjahr 2023 stieg die Offenlegung von Zielgrößen leicht auf 61,7 %, während 38,3 % der Unternehmen weiterhin keine Zielgrößen veröffentlichten. Auch die durchschnittliche Höhe der Zielgrößen nahm leicht zu und liegt nun bei 28,9 %, wobei ostdeutsche Unternehmen tendenziell höhere Werte festlegen und häufiger berichten.
Dennoch veröffentlichen nur 38,1 % der Unternehmen auf der zweiten und 45,7 % auf der dritten Führungsebene Zielgrößen, die über ihrem aktuellen Frauenanteil liegen.
Diese Ergebnisse zeigen, dass das Potenzial weiblicher Führungskräfte noch nicht vollständig ausgeschöpft wird.
Vor diesem Hintergrund ist die Festlegung und Offenlegung von Zielgrößen eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung von Gleichstellungszielen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Organisationskultur und ein entscheidender Faktor, um die qualifiziertesten Kräfte zu gewinnen. Nur so können öffentliche Unternehmen ihr volles Potenzial entfalten – als Arbeitgeber:in, als Vorbilder gesellschaftlicher Verantwortung und als Organisationen, die das Vertrauen von Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürgern stärken.
Die Flex-Gov-Studie 2025 stellt ein praxisnahes Instrument bereit, um Entscheidungen im HR- und Talentmanagement evidenzbasiert zu treffen und den Weg zu einer chancengerechten, modernen Führungskultur konsequent zu gestalten.
Fazit
Für die erfolgreiche Zukunftsgestaltung des öffentlichen Sektors müssen fachlich und charakterlich hervorragende Talente zur Übernahme von Führungsverantwortung in schweren Zeiten motiviert und gewonnen werden! Flexible Zielgrößen sind ein wertvoller Organisationsentwicklungsbeitrag – sie sind keine unnötige Bürokratie. Richtig gemacht, können sie auch als Instrument für Bürokratieabbau bzw. zur Reduzierung unflexibler Regulierung verstanden und genutzt werden.
Daseinsvorsorge, Demokratiegestaltung und soziale Nachhaltigkeit müssen gemeinsam gedacht werden. Öffentliche Unternehmen besitzen besondere Relevanz für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben und brauchen gute Governance.
Alle Ergebnisse der Studie finden Sie hier: Download der Studie
Anlässlich der Studienveröffentlichung findet am 25.11.2025, von 11:00 – 12:30 Uhr die Paneldiskussion „Chancengleichheit beim Sprung in Führungspositionen – Welche Innovationen helfen wirklich weiter?“ an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen statt.
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