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Keine Angst vor den Youngstern im Büro!

Zu den Babyboomern und den Generationen X und Y gesellt sich in der Arbeitswelt nun die Generation Z. Mit ihren ganz eigenen Auffassungen zu Respekt und Arbeitsmoral mischen die nach 1995 Geborenen die Belegschaft auf. Sie sind zweifellos schwierig, jedoch auch eine Chance für die Verwaltung der Zukunft.

Wer heute in die Berufswelt einsteigt, hat ein komplett anderes Elternhaus erlebt als ältere Kollegen. Vater und Mutter waren nicht mehr Respektspersonen, sondern Freunde, Trainer, Bewunderer oder Coach der Kinder. So geprägt drängt die Generation Z ins Arbeitsleben: Respekt vor dem Chef ist ihr genau so fremd wie Befehl und Gehorsam. Es gibt wenig Eigeninitiative, Selbstdisziplin, häufig wenig Sinn für Verlässlichkeit.

Fest steht: Der Arbeitsmarkt ist eng, den Mitarbeitern von morgen ist bewusst, dass die Arbeitgeber den „War for talent“, den Kampf um die Talente führen (müssen), und sie wissen um ihren Hebel.

Deshalb sollten die Chefs sich auf die Wünsche der Generation Z einstellen:

  • „Vorgesetzte sollten keine Befehle erteilen, sondern die jungen Menschen um deren Meinung fragen.
  • „Bei allen Aufgaben muss vorher eine klare Agenda vorgegeben werden.
  • Häufig Feedback geben. Die „Likes“ müssen sofort kommen, nicht erst beim Personalgespräch mit dem Chef in drei Monaten.
  • Und Achtung, das ist auch neu: Verwaltungen müssen eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben ermöglichen. Die Einsteiger von heute haben keine Lust mehr, vor dem Zubettgehen noch berufliche E-Mails zu beantworten.

Bei allem unbequemen Umdenken, das diese neue Arbeitskultur erfordert, darf nicht vergessen werden: Der Vormarsch der Generation Z ist auch eine gewaltige Chance! Die „Gen Z“, das sind sogenannte Digital Natives, „digitale Ureinwohner“. Diese Youngster gehen versiert mit digitalen Medien um. Sie bringen genau jene digitale Denke mit, die heute dringend gebraucht wird, um die Digitalisierung vollständig umsetzen zu können.

Wie gelingt die Zusammenarbeit der Generationen? Wichtig ist ein ausgewogenes Generationenmanagement, das Wertschätzung und Fairness allen Gruppen entgegenbringt. Nur so kann ein Mehrwert und Know-how-Transfer geschaffen werden.

Ansatzpunkte können sein:

  • „Führen Sie eine Altersstrukturanalyse durch und erstellen Sie eine Zukunftsprognose.
  • Orientieren Sie Ihr Personalentwicklungskonzept an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Generationen.
  • „Schaffen Sie ein generationenübergreifendes Wir-Gefühl.

 

Kommunen, die sich mit dem demografischen Wandel befassen und ihre Mitarbeiter wertschätzen, werden langfristig einen Wettbewerbsvorteil haben vor den Städten und Gemeinden, die diese Entwicklung mit geschlossenen Augen über sich ergehen lassen.

 

Erschienen in der gemeinderat 04/18

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