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Was der Karriereberater für den Bewerber tun kann

Auf jeder Stufe der Karriereleiter gibt es eine Fülle von Situationen, in denen sich ein Bewerber* oder eine Führungskraft den kompetenten Rat eines Karriereberaters einholen möchte. Diese Dienstleistung hat viele Anbieter: Personalberatungen, Berater des Arbeitsamtes und die vielen spezialisierten freien Karriereberater seien hier als Beispiele genannt. Um bei der Vielzahl dieser Dienstleister einen geeigneten Partner finden zu können, lohnt es sich, deren Angebote kritisch zu überprüfen.

Vorab gilt es zwischen einem Karriereberater, der individuelle Orientierung und Unterstützung verspricht und den sogenannten „Bewerberberatern“, die gleiches versprechen und dies in einer Gruppe von Teilnehmern realisieren wollen, zu unterscheiden. Aber:

Individuelle Beratung geht über eine standardisierte Aufbereitung von Bewerbungsunterlagen in der Gruppe hinaus.

Außerdem muss beachtet werden, dass der Beruf des Karriereberaters oder Bewerberberaters nicht allgemein anerkannt und gesetzlich reglementiert ist und somit keinen Zulassungsbeschränkungen unterliegt. Folglich kann sich jeder zum Berater für die Karriere des anderen ernennen. Vorsicht ist also angesagt bei der Auswahl des „richtigen“ Karriereberaters. Der seriöse Berater versteht seine Dienstleistung als Hilfe zur Selbsthilfe und wird versuchen, Ihnen Impulse zu geben, die Sie selbst in die Lage versetzen, Schwerpunkte und Ziele Ihrer beruflichen Entwicklung festzulegen.

Welche Gründe können einen Ratsuchenden dazu bewegen, die Dienstleistung eines Karriereberaters in Anspruch zu nehmen?

Aus unserer Erfahrung heraus spielen vor allem die Unsicherheit in bestimmten Situationen vor dem Berufseintritt oder im Berufsleben eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus möchten sich viele mit einem Insider über die eigenen Möglichkeiten und Chancen auf dem Arbeitsmarkt unterhalten.

Führungsnachwuchskräfte konsultieren den Karriereberater häufig vor dem eigentlichen Karriereeinstieg, währenddessen es für einen Manager in jeder Karrierephase Situationen gibt, wo er den Rat eines erfahrenen und kompetenten Beraters zu schätzen weiß.

Je nach Problemsituation ist das Leistungsspektrum des Karriereberaters breit gefächert. Es kann beinhalten:

  • Bestimmung der generellen Berufsfeldeignung
  • Durchführung einer Stärken / Schwächen-Analyse
  • Feststellung der idealen Aufgabengebiete unter Berücksichtigung der fachlichen und persönlichen Qualifikation
  • Herausarbeitung der individuellen Problemlösefähigkeit und der eigenen Sozialkompetenz
  • Chancenanalyse im Arbeitsmarkt
  • Unterstützung und Betreuung während einzelner Bewerbungsvorgänge
  • Erarbeitung individueller Karrierewege
  • Festlegung sinnvoller individueller Weiterbildungsmaßnahmen
  • Unterstützung in Karriere- bzw. Positionskrisen

Folgende Hinweise sollen Ihnen helfen, den richtigen Karriereberater zu finden:

  1. Nehmen Sie zunächst einmal Kontakt mit dem Berufsverband auf, der Ihnen in vielen Fällen zu einer kostengünstigen Beratung verhelfen kann. Eine weitere Möglichkeit bietet sich Ihnen über den Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) in Bonn: Auf Anfrage erhalten Sie dort ein Verzeichnis der ihm angeschlossenen Beratungsgesellschaften, die eine solche Beratung zum Teil honorarfrei oder gegen Honorar anbieten.
  2. Der seriöse Berater wird in einem für Sie kostenfreien ersten Informationsgespräch den Umfang der Beratungsleistung und das in diesem Zusammenhang anfallende Honorar festlegen. Da Sie an einer kompetenten Beratung interessiert sind, sollten Sie die Beratungserfahrung Ihres Gesprächspartners hinterfragen, ob er über ein fundiertes Branchen- und Insiderwissen verfügt.
  3. Ein seriöser Berater wird Ihnen keine Erfolgsgarantie geben, sondern lediglich das Versprechen, Sie ernsthaft zu beraten, um dann am Ende der gemeinsamen Arbeit Empfehlungen auszusprechen.
  4. Den guten Berater erkennen sie unter anderem daran, dass er Ihnen eine fundierte Auskunft über verschiedene Berufsfelder und innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten geben kann. Vielleicht empfinden Sie seine Empfehlungen auch als unzutreffend, weil sie sich nicht mit Ihren eigenen Vorstellungen und Ihrem Selbstbild decken; nehmen Sie diese Einschätzung als konstruktiven Beitrag eines außenstehenden, unabhängigen Beraters auf, der nicht für das „Ja-Sagen“ bezahlt wird.
  5. Erwarten Sie im Rahmen der Karriereberatung nicht, dass der Berater Ihnen eine konkrete Position vermittelt: Das kann und darf der Berater nicht tun.
  6. Der Berater muss ein guter Zuhörer sein und über ein starkes Einfühlungsvermögen verfügen, damit er Ihre Probleme erfassen und analysieren kann, um überhaupt konkrete Vorschläge machen zu können. Falls es die Problemstellung erfordert, muss er darüber hinaus gute Kenntnisse in rechtlichen Fragen besitzen.

Verlangen Sie jedoch nicht zuviel von ihm: Es gibt nicht für jede Frage eine ideale Lösung. Erwarten Sie vor allem nicht, dass der seriöse Berater Ihnen die Verantwortung für Ihr Handeln abnimmt; er kann Ihnen einen Spiegel vorhalten und Ihnen konkrete Vorschläge unterbreiten – die Verantwortung für letzte Entscheidungen tragen allein Sie.

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*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.  

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