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Arbeitgeber Kommune: Kundenorientierung im Profil

Öffentliche Verwaltungen sind vom demografischen Wandel und seinen Folgen nicht ausgenommen. Im „Kampf“ um die Besten kommt es darauf an, sich als attraktiver Arbeigeber zu profilieren und zu präsentieren. Marketingmaßnahmen beispielsweise an Hochschulen transportieren die Marke nach außen.

 

Mit der Zeit gehen“ bedeutet für Unternehmen und Kommunalverwaltungen heute, steigenden Leistungsansprüchen bei gleichzeitiger Knappheit von finanziellen und personellen Ressourcen zu begegnen und sich von veralteten Strategien des Personalmanagements zu lösen. Kommunalverwaltungen betrachten sich immer häufiger als „moderne Dienstleister“ für ihre Bürger. Mehr denn je sind auch in den öffentlichen Verwaltungen strategisch vorausdenkende Spitzenkräfte gefragt.

 

MITARBEITER GEWINNEN UND HALTEN

Eine Möglichkeit, den Anforderungen der heutigen Zeit zu begegnen, liegt in der Profilierung als attraktiver Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt. „Employer Branding“ bedeutet, eine Arbeitgebermarke aufzubauen und für eine hohe Attraktivität des Unternehmens zu sorgen. Der Nutzen ist gleichermaßen nach außen wie nach innen gerichtet: Neue Mitarbeiter werden deutlich leichter gewonnen und vorhandene Leistungsträger an das Unternehmen gebunden. Auch die öffentliche Verwaltung kann sich als „Marke“ positionieren und das eigene Profil schärfen. Dieses sollte signalisieren, wofür die Kommune als Arbeitgeber steht, welche Ziele und Werte sie verfolgt und was sie von anderen unterscheidet.

Marketingmaßnahmen beispielsweise an Hochschulen, professionelle Internetauftritte und die Nutzung sozialer Kanäle transportieren die Arbeitgebermarke nach außen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Verwaltungsvorstand das geschärfte Profil auch nach innen trägt – zum Beispiel über den eigenen Führungsstil, die Art der internen Kommunikation und das Personalmanagement. Ein gut ausgerichtetes Personalmanagement sichert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und selbstverständlich auch von Kommunalverwaltungen. Personalentscheidungen sind in Kommunen häufig sehr langfristig zu treffen, da Top-Führungskräfte oftmals für acht Jahre gewählt werden und eine Abwahl durch den Rat doch eher die Ausnahme ist.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Städte und Gemeinden auf spezialisierte Personalberater zurückgreifen, die Such- und Auswahlprozesse von Führungskräften durch professionelles Branchenwissen, weite Netzwerke und ihre Erfahrung anreichern und somit auch interne Personalämter entlasten. Durch das Einschalten einer Personalberatung eröffnen sich den Kommunen zudem neue Wege in der Personalsuche.

Abgesehen von der gängigen Marktansprache über eine Anzeigenschaltung in einschlägigen Online- und Printmedien, können Personalberater die Direktansprache betreiben.

 

Erschienen in Der Gemeinderat 06/2016

 

 

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AUTOR/-IN
Sarah Bestgen
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