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Frauen und Führung – noch immer die Ausnahme? Teil 3

Bereit für den Weg nach oben? – Dann los!

 

Welche Tipps und Tricks Sie auf dem Weg nach oben beherzigen sollten, lesen Sie im Folgenden.

 

Wir unterscheiden hierbei grundsätzlich zwischen äußeren und inneren Faktoren, die Frauen auf den Weg nach oben bzw. zur beruflichen Zufriedenheit führen bzw. hemmen können.

 

Die äußeren Rahmenbedingungen beziehen sich insbesondere auf Personalentwicklungsinstrumente bzw. Frauenförderpläne. Diese können sich beispielsweise auf folgende Themen beziehen: Wiedereingliederungsprogramme für Mütter, Möglichkeiten der Weiterqualifizierung, flexible Arbeitszeiten etc.

Diese frauenspezifischen Fördermaßnahmen wurden oftmals eingeführt, um den Weg nach oben für Frauen attraktiver zu machen und ihnen den ein oder anderen Stolperstein aus dem Weg zu räumen. Jedoch zeigen Frauen ein eher geringes Interesse an speziellen Förderprogrammen, weil ihnen derartige Maßnahmen wenig attraktiv erscheinen oder weil sie keine Sonderbehandlung wünschen.

 

Innere Faktoren sollte jede Mitarbeiterin für sich analysieren und angehen.

Am Anfang sollte sicherlich für jede Frau Klarheit darüber bestehen, welche berufliche Zielrichtung sie einschlägt und ob sie eine Karriere, im Sinne eines vertikalen Aufstiegs, erreichen oder eher eine horizontale fachliche Karriereentwicklung, im Sinne einer Spezialisten- oder Referentenausbildung, anstreben möchte.

Diese Ziele und Wünsche sollte sich eine Frau bewusst machen und konsequent verfolgen, da es im persönlichen oder beruflichen Umfeld oftmals Personen gibt, die für einen selbst Ziele formulieren und Richtungen vorgeben.

 

Sicherlich spielt auch die familiäre Ausgangssituation eine wesentliche Rolle, z. B. inwieweit die Kinderversorgung durch Dritte unterstützt werden kann.

Familie und Beruf lassen sich vereinbaren, wenn Frauen den eigenen Anspruch zur perfekten Erziehung ihrer Kinder relativieren, d. h. in der Lage sind, die Kindererziehung auf mehrere Schultern zu verteilen ohne Rabenmuttergefühle entstehen zu lassen.

 

Karriere soll man sicherlich systematisch betreiben. Wer keine berufliche Vision hat, muss sich auch nicht wundern, wenn er/sie nicht erfolgreich wird. Allerdings hängt Karriere auch davon ab, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein und die richtigen Personen kennen zu lernen. Für Frauen heißt das, insbesondere in den “richtigen“ Situationen laut und deutlich auf sich aufmerksam zu machen. Hier verpassen Frauen oftmals einen geeigneten Moment, weil sie zu zurückhaltend und bescheiden sind und vergeben sich somit interessante Karrierechancen. Das kann sich zum einen auf interne Stellenbesetzungen beziehen oder auch auf das Netzwerken mit Entscheidern bzw. einflussreichen Personen.

 

Coaching, Mentoring, Networking: Mit persönlichen Kontakten die Karriere fördern

Was Frauen gerne als “Vetternwirtschaft“ abtun, haben Männer längst in ihre Karrierestrategien integriert: Sie knüpfen gezielt und selbstverständlich ein Kontaktnetz innerhalb und außerhalb der Organisation.

Aufgabe der Frauen ist es also, mit professioneller Netzwerkbildung nachzuziehen. Mittlerweile gibt es auch schon eine Vielzahl an Netzwerken, die sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung unterscheiden.

Egal ob fach- oder frauenspezifische Ausrichtung, allen Netzwerken und Netzwerkern ist gemeinsam, dass an Beziehungen gearbeitet, Kontakte geknüpft, Gespür für andere entwickelt und Gemeinsamkeiten genutzt werden.

Eine gute Übersicht über Netzwerke für Frauen finden Sie auf Business Ladys.

 

Mentoring – beliebtes Förderprogramm für Frauen

Ein positiver Nebeneffekt des Networkings kann sein, dass sich daraus spezifische Mentorenbeziehungen unter einzelnen Mitgliedern entwickeln.

Gerade unter Frauen wird diese individuelle und vertraute Form des persönlichen Kontakts ausgesprochen positiv für die Karriereentwicklung eingeschätzt und genutzt. Im gegenseitigen Austausch profitiert die Teilnehmende von der Erfahrung der/des in der Regel älteren Mentorin/Mentors. Der Mentor bzw. die Mentorin erhält im Gegenzug eine neue, jüngere Sicht des Berufsalltages und behält den Überblick über mögliche Probleme und aktuelle Fragestellungen von Berufseinsteigern oder Young Professionals in der jeweiligen Organisation.

 

Hinsichtlich der individuellen Unterstützung auf die berufliche Entwicklung durch eine andere Person weist das Mentoring große Ähnlichkeit zum Coaching auf. Unterschiede ergeben sich durch die zeitliche Ausrichtung: Mentoringprogramme sind in der Regel langfristiger angelegt als die zeitlich doch überschaubareren Coachings. Darüber hinaus dient Mentoring eher einer übergeordneten, über die spezifische Funktion hinausgehende, Perspektive.

 

Um es nach oben zu schaffen, reicht es also leider nicht, nur qualifiziert und kompetent zu sein: Sie müssen von sich reden und Ihre Kompetenz zeigen!

Grundlage für erfolgreiche Eigen-PR ist das Wissen und der Glaube an die eigenen Stärken. Wenn dies nicht vorhanden ist, kann man alles andere vergessen. Ein mangelndes Selbstwertgefühl ist das große Hindernis für ein starkes und überzeugendes Auftreten. Denn um andere zu überzeugen, müssen Sie von sich überzeugt sein.

 

Erfolgreiche Eigen-PR heißt, die “richtigen“ Leute auf sich aufmerksam zu machen. Anfangen mit Eigen-PR können Sie jederzeit. Im Berufsalltag haben Sie ständig Möglichkeiten zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit anderen, bei denen Sie auf sich aufmerksam machen und sich im besten Licht präsentieren können.

 

Fazit nach Germaine de Staël: „Der Erfolg hat kein Geschlecht!“

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AUTOR/-IN
Rebecca Engels
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