Sie haben so lange danach gesucht, aber da ist sie endlich: die perfekte Stellenanzeige für einen Job im öffentlichen Dienst! Ideale Bedingungen, gute Bezahlung, Ihre Qualifikation passt auch – Sie haben nur noch eine Frage. Als Sie jedoch auf der Seite des potenziellen Arbeitgebers nach der Antwort suchen, finden Sie die Anzeige gar nicht vor. Was tun? Trotzdem melden? Warum das eine ganz schlechte Idee ist, erfahren Sie hier.

Was hat es mit Job-Scams auf sich?

Hinter Job-Scams verbergen sich Stellenangebote, die keine sind. Sie locken mit guten bis sehr guten Aussichten und niedrigen Hürden. Ihr Ziel ist es, Sie entweder um Geld zu bringen oder Ihre Daten zu stehlen.

Mit Ihren Daten können die Betrügerinnen und Betrüger dann weitere illegale Aktivitäten durchführen: Falls diese auffliegen, führt die einzige Spur zu Ihnen. Sie können sich dadurch in einem Rechtsstreit wiederfinden, ohne dass Sie etwas Strafbares getan haben. Sie sind also gut damit beraten, bei Stellenangeboten ganz genau hinzuschauen.

In welchen Bereichen gibt es Job-Scams?

Am häufigsten sind die Betrugsversuche bei Remote-Jobs: Sie locken mit hohen Summen bei freier Zeiteinteilung und Arbeit vom Küchentisch aus. Qualifikationen werden meist nicht verlangt. Melden Sie sich darauf und lassen sich auf die Angebote ein, sind schlechte Erfahrungen vorprogrammiert:

Die Möglichkeiten sind ebenso unangenehm wie zahlreich. Allerdings sind Menschen, die einen Zuverdienst suchen, nicht die einzige Zielgruppe der Job-Scammer. Sie nehmen auch diejenigen ins Visier, die sich in ihrem Hauptberuf verändern möchten und solide Stellen bevorzugen – nicht nur in der freien Wirtschaft, sondern auch im öffentlichen Sektor.

Warum sind falsche Stellenangebote erfolgreich?

Job-Scams funktionieren, weil sie mit Träumen locken. Die meisten Menschen machen Kompromisse, wenn es um ihren Beruf geht: Die Work-Life-Balance könnte besser, das Team netter, die Aufgabe spannender sein. Verspricht jemand all das, was Sie sich wünschen, möchten Sie ihm natürlich gern glauben.

Zudem werden die Fake-Angebote von der äußerlichen Form her hochwertiger: Manche Scammer bauen ganze Websites von Unternehmen oder Behörden nach, um nicht aufzufallen. Bei einem oberflächlichen Blick und ohne genauere Recherche können Sie die Stellenanzeige kaum als Betrug erkennen.

Tipp: Stellenanzeigen und Websites voller Rechtschreibfehler sind nach wie vor ein Hinweis darauf, dass Sie von einer Bewerbung Abstand nehmen sollten.

Warnsignale für falsche Stellenangebote

Ein paar Punkte sollten Sie direkt hellhörig machen. Klingt eine Stellenanzeige zu gut, um wahr zu sein, ist sie das häufig leider auch. Vergütungen deutlich über der branchenüblichen Bezahlung (etwa 50 Prozent) sind also immer schon ein Warnsignal. Gleiches gilt, wenn Sie sich die Website des potenziellen Arbeitgebers anschauen und wie im Eingangsbeispiel die Anzeige nicht finden – oder wenn die Website selbst suspekt wirkt, nur teilweise befüllt ist oder ganz frisch aufgesetzt wurde.

In der Kommunikation mit den potenziellen Arbeitgebern sollten Sie bei folgenden Punkten aufmerken:

Überweisen Sie die geforderte Summe oder geben Sie Ihre Daten preis (über Video-Ident, per kopiertem Personalausweis oder unter Angabe Ihrer Bankdaten), bricht die Kommunikation meist direkt ab.

Info: Kein seriöser Arbeitgeber – erst recht nicht im öffentlichen Sektor – würde Vorauszahlungen oder Gebühren von Ihnen verlangen. Auch Ihre Daten spielen erst viel später im Bewerbungsprozess eine Rolle.

Sind Headhunter für den öffentlichen Dienst seriös?

Ja, inzwischen werden auch im öffentlichen Sektor häufig Headhunter eingesetzt. Es gibt verschiedene Recruiting- und Personaldienstleister, die sich auf den öffentlichen Sektor spezialisiert haben. Wünschen Sie eine ganzheitliche Begleitung für den kompletten Recruitingprozess, wenden Sie sich gern an uns bei zfm.

Allerdings gibt es auch Scammer, die sich als Headhunter ausgeben. Es ist wichtig zu wissen, dass seriöse Headhunter sich grundsätzlich wegen einer konkreten Stelle bei Ihnen melden. Es gibt mehrere Anzeichen, bei denen Sie misstrauisch werden sollten, etwa:

Auch hier gilt: Geben Sie keine persönlichen Daten heraus, überweisen Sie kein Geld, installieren Sie keine Software und überstürzen Sie nichts. Alle anfallenden Kosten für Headhunter trägt der Arbeitgeber – nicht Sie.

Info: Seriöse Headhunter respektieren Grenzen und gestehen Ihnen Bedenkzeit zu. Wer Sie unter Druck setzt, hat meist etwas zu verbergen.

Fazit: Stellenangebote lieber einmal mehr prüfen

Wenn ein Stellenangebot ein bisschen zu gut klingt, sollten Sie es genauer untersuchen:

Sobald Ihnen eine Aufforderung seltsam vorkommt – etwa in Vorauszahlung zu gehen, persönliche Daten oder Bankverbindungen zu schicken oder ein Video-Ident-Verfahren durchzuführen –, brechen Sie das Gespräch ab. Am besten reichen Sie bei der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes Beschwerde ein. Haben Sie jemandem Fremden Ihre vertraulichen Daten übermittelt, sollten Sie auch bei der Polizei Strafanzeige erstatten.



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