Führung verbessern

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Aufgaben von morgen entwickeln – ein Interview mit Walter Wiberny

walter-wiberny-interview

„Meine Philosophie lautet: Niemanden abwerten. Jedem den Spaß am Lernen zeigen. Gemeinsam etwas in Gang setzen.“

Auf dem Stundenplan steht heute Projektmanagement. Zwei Gruppen arbeiten im Seminar, angehende Führungskräfte, die bei einer großen Stadtverwaltung arbeiten. Der Auftrag an beide Gruppen lautet: „Bauen sie miteinander eine Brücke!“ Auf jeder Seite des gedachten Ufers darf ein Trupp losbauen, in der Mitte sollen die Brückenhälften aufeinandertreffen. Die einzige weitere Regel lautet: „Es wird nicht gesprochen. Kommunikation nur schriftlich, per Kärtchen.“

Walter Wiberny ist heute noch begeistert, wenn er über diese Übung spricht. Er strahlt, seine Augen glänzen. „So schnell haben Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer selten Projektmanagement und erfolgreiche Kommunikation gelernt.“ In zwei Stunden hätten die brückenbauenden Führungskräfte alle Grundlagen zu diesen Themen verstanden, allein durch ihr Tun. „Lernen durch Erfahrung“, beschreibt Wiberny sein Vorgehen. Der Trainer und Berater begleitet Veränderungen in Kommunen durch praxiswirksame Seminare. Mit seiner Arbeit stellt er sicher, dass das neue Leitbild einer Stadt in der täglichen Führungspraxis der Kommune umgesetzt wird.

Von steifen Klassenraumtrainings hält er wenig. Sie erfüllen die Anforderungen der Personalarbeit in der modernen Verwaltung nicht mehr. Denn wenn die Lehrperson vorne steht und Stunde um Stunde nur doziert, ist der Nutzen gering. Für die Praxis in der leistungsorientiert geführten Verwaltung bringen solche Frontalseminare erfahrungsgemäß kaum etwas. „Erst wenn Lernende eine Chance bekommen und sich aktiv einbringen können, entsteht Wirkung“, sagt Wiberny. Dieses Vorgehen ist sein Spezialgebiet – der Fortschritt soll am besten schon während des Lernvorgangs erkennbar sein.

Als erfahrener Berater, der bereits viele Jahre in der Praxis erfolgreich tätig ist, kann er seine Auftraggeberinnen und Auftraggeber sicher zu jenen Lernformaten führen, die etwas bringen. Immer verfolgt er dabei den Grundsatz „So wenig predigen wie möglich.“

Denn der Berater schlüpft idealerweise in die Rolle des Ermöglichers. Er beherrscht die Methoden und Konzepte, er kann auch die Vorgehensweise im Dienste des Ergebnisses strukturieren. Beispiel eines Personalentwicklungsprogramms: Dieses wird aus dem allgemeinen Zielplan und dem Leitbild der Kommune abgeleitet. Das zfm übernimmt in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen in der Verwaltung das Design, die Teilnehmerauswahl, die Durchführung und die Evaluation des Projektes. So können etwa zwei Gruppen mit je acht Führungskräften in einem aus mehreren Modulen bestehenden Programm über ein Jahr hinweg betreut werden. „Mit Hilfe des Programms können die Führungskräfte neue Kernkompetenzen aufbauen“, beschreibt Wiberny den Nutzen des Gesamtkonzepts für seine Auftraggeber.

Um eine möglichst große und individuelle Wirkung zu erreichen, gibt es beim zfm keine Fertigprodukte. „Einfach ein Paket aus der Tasche ziehen, das immer passt – so arbeiten wir nicht. Ich gestalte Entwicklungsmaßnahmen individuell nach dem Bedarf des Auftraggebers“, so der Berater. Die Rollenteilung hat er dabei klar im Fokus: Die Teilnehmenden aus der Verwaltung sind Expertinnen und Experten in ihrem Arbeitsgebiet, der Berater ist der Katalysator, der beim Auftraggeber die richtigen Energien freisetzt, damit ein anspruchsvolles Ziel ohne kräftezehrenden Umweg erreicht werden kann.

Dabei kommt es nicht nur auf die Inhalte selbst an. Denn oft haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach Scheu vor der Veränderung. Auch damit rechnet der zfm Change-Experte: „Meine Aufgabe ist es, die Betroffenen dort abzuholen, wo sie stehen, ihnen den Weg zu zeigen.“ Die Trainings vermitteln deshalb nicht nur Inhalte, sondern auch die Freundschaft mit dem angestrebten, neuen Zustand der Organisation. „Heiteres Besessensein bei den Teilnehmenden auslösen“, beschreibt Walter Wiberny seine Mission, die ihn immer wieder antreibt. Er zeigt wirksam, dass man vor Veränderungen keine Angst haben muss – und er macht deutlich, dass es sich lohnt, das Bündnis mit den Zielen der Veränderung zu suchen.

Der wertschätzende Ansatz erleichtert das: Wiberny weiß, dass es sich auszahlt, den Teilnehmenden von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen, die die Einführung des neuen Steuerungsmodells nach sich ziehen, Respekt und Vertrauen entgegenzubringen. „Jeder Mensch ist ein Könner“, sagt der Berater. Seine Philosophie lautet: „Niemanden abwerten. Jedem den Spaß am Lernen zeigen. Gemeinsam etwas in Gang setzen.“ Besonders stolz ist der zfm-Berater, wenn er mit dieser Vorgehensweise auch solche Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt, die mit anfänglicher Skepsis in ein Projekt gekommen sind.

Solche Widerstände zu überwinden, gehört mit zum Arbeitsalltag von Wiberny. Wenn Veränderungen anstehen, muss manche Mitarbeiterin und mancher Mitarbeiter ihre/seine „Komfortzone“ verlassen. Das ist nicht immer leicht, zumal das Kommende ungewiss erscheint. „So entsteht Opposition, die oft nicht mehr ist als Angst vor dem Unbekannten.“ Der zfm-Berater weiß aus Erfahrung, wie man mit diesem Thema umgeht. Vom Widerstand gehe Energie aus, die sich umlenken lasse. „Ich führe Gespräche, versuche, hinter verhärtete Einstellungen zu schauen, gehe auf Befürchtungen ein, entkräfte sie.“ So manche Kundin und mancher Kunde war schon erleichtert über ein Ergebnis dieser Art, denn Wiberny hat Widerstandsenergie in Veränderungsenergie umwandeln können. „Die Gegner von heute sind oft die besten Verbündeten und Unterstützer von morgen“, beschreibt er seine Erfahrung.

zfm ist der Spezialist für die öffentliche Verwaltung.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Gespräch.

Kontakt aufnehmen

Menü